Das Arbeitsgedächtnis ist ein Teil des menschlichen Gedächtnissystems, der dafür zuständig ist, Informationen kurzfristig zu speichern und aktiv zu verarbeiten. Es ermöglicht... [mehr]
Kognitive Überzeugungen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Suchtverhalten. Sie beeinflussen, wie Menschen Situationen, ihr eigenes Verhalten und die Konsequenzen ihres Handelns wahrnehmen und bewerten. Im Kontext von Suchtverhalten können kognitive Überzeugungen auf verschiedene Weise Vorschub leisten: 1. **Erwartungen an die Wirkung**: Viele Menschen entwickeln die Überzeugung, dass der Konsum einer Substanz (z.B. Alkohol, Nikotin, Drogen) oder ein bestimmtes Verhalten (z.B. Glücksspiel, exzessives Internetnutzung) ihnen hilft, Stress abzubauen, sich zu entspannen oder Probleme zu vergessen. Diese positiven Erwartungen verstärken die Motivation zum Konsum. 2. **Verharmlosung und Rationalisierung**: Suchtgefährdete Personen neigen dazu, die Risiken und negativen Folgen ihres Verhaltens zu unterschätzen oder zu rechtfertigen („So schlimm ist das nicht“, „Ich habe alles unter Kontrolle“). Solche Überzeugungen verhindern, dass Warnsignale ernst genommen werden. 3. **Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen**: Wer glaubt, jederzeit mit dem Suchtverhalten aufhören zu können („Ich kann jederzeit aufhören, wenn ich will“), unterschätzt oft die tatsächliche Abhängigkeit und sucht seltener Hilfe. 4. **Negative Selbstüberzeugungen**: Manche Menschen sind überzeugt, dass sie ohne die Suchtmittel nicht zurechtkommen („Ohne Alkohol schaffe ich das nicht“, „Ich bin schwach und brauche das“). Diese Überzeugungen können das Suchtverhalten verstärken und den Ausstieg erschweren. 5. **Soziale Überzeugungen**: Die Annahme, dass „alle das machen“ oder dass der Konsum sozial akzeptiert ist, kann ebenfalls das Suchtverhalten fördern. Zusammengefasst: Kognitive Überzeugungen beeinflussen, wie Menschen ihr Suchtverhalten wahrnehmen, rechtfertigen und fortsetzen. Sie können dazu führen, dass Risiken ausgeblendet, der Konsum verharmlost und die eigene Kontrolle überschätzt wird – was die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Sucht begünstigt. In der Suchttherapie ist daher die Arbeit an diesen Überzeugungen ein wichtiger Ansatzpunkt.
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