Wie steht von Redecker zu Putin und deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine zur Selbstverteidigung?

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**Falls du Eva von Redecker meinst: Sie steht Putin klar ablehnend gegenüber; bei deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine ist ihre Position nicht als pauschales Nein bekannt, sondern eher als abwägend-linke Haltung, die ukrainische Selbstverteidigung ernst nimmt, aber Militarisierung nicht einfach feiert.** ([deutschlandfunkkultur.de](https://www.deutschlandfunkkultur.de/hannah-arendt-elemente-urspruenge-totaler-herrschaft-philosophie-politische-theorie-100.html)) ## Zu Putin Von Redecker beschreibt autoritäre Entwicklungen und faschistische Härte ausdrücklich als reale politische Gefahr. In einem Deutschlandfunk-Kultur-Beitrag spricht sie über „autoritären Umbau“; das passt klar nicht zu einer putinfreundlichen Position. ([deutschlandfunkkultur.de](https://www.deutschlandfunkkultur.de/hannah-arendt-elemente-urspruenge-totaler-herrschaft-philosophie-politische-theorie-100.html)) Auch in öffentlichen Einordnungen ihrer Arbeit wird sie als scharfe Kritikerin von autoritären, rechten und gewaltförmigen Herrschaftsmodellen dargestellt. Das spricht deutlich gegen jede Nähe zu Putin. ([taz.de](https://taz.de/Wer-staunt-begeht-den-ersten-Fehler/%216156910%26s%3Dns/)) ## Zu Waffenlieferungen an die Ukraine Die heikle Stelle ist: Ich finde keine belastbare Primärquelle, in der von Redecker knapp und eindeutig sagt: „Ich bin für“ oder „ich bin gegen deutsche Waffenlieferungen“. Deshalb wäre alles andere als eine vorsichtige Einordnung unseriös. ([dissenspodcast.de](https://dissenspodcast.de/)) Was sich aber belegen lässt: Sie wurde 2022 in einem linken Debattenumfeld so zitiert, dass gesellschaftliche Solidarität mit der Ukraine und die Bereitschaft zu realen Kosten in Deutschland betont werden. Das ist keine putinfreundliche oder neutralistische Linie. Zugleich ist sie politisch keine klassische Aufrüstungsbefürworterin. Die naheliegende Einordnung lautet daher: **pro ukrainische Selbstverteidigung, aber nicht aus einem militärpolitischen, sondern aus einem solidarisch-politischen Argument heraus.** Das ist eine begründete Einordnung, keine wörtliche Selbstaussage. ([freitag.de](https://www.freitag.de/autoren/cbaron/kriegsdienstverweigerung-ich-werde-mein-land-nicht-verteidigen-sondern-fliehen)) ## Der wichtige Unterschied Viele werfen linke Intellektuelle in der Ukraine-Frage in einen Topf. Bei von Redecker wäre das zu grob. Der entscheidende Unterschied ist: **Putin-Kritik heißt nicht automatisch Begeisterung für Waffenpolitik, und Skepsis gegenüber Aufrüstung heißt nicht automatisch Ablehnung ukrainischer Selbstverteidigung.** Genau in diesem Zwischenraum scheint ihre Position zu liegen. ([deutschlandfunkkultur.de](https://www.deutschlandfunkkultur.de/hannah-arendt-elemente-urspruenge-totaler-herrschaft-philosophie-politische-theorie-100.html)) Kurz gesagt: **anti-Putin ja, bei Waffenlieferungen eher differenziert als kategorisch dagegen.** Wenn du nicht Eva, sondern eine andere Person „von Redecker“ meinst, ist die Frage sonst nicht eindeutig beantwortbar.

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