Thomas von Aquin (1225–1274) war ein bedeutender mittelalterlicher Theologe und Philosoph. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Scholastik und prägte die christliche Philosophie... [mehr]
Der Gottesbeweis von Thomas von Aquin, insbesondere die fünf Wege, die er in seiner "Summa Theologica" darlegt, sind in der Philosophie und Theologie weit verbreitet, aber auch umstritten. Hier sind einige Kritikpunkte: 1. **Kreis der Argumentation**: Kritiker argumentieren, dass Aquins Beweise in einem zirkulären Denken gefangen sein könnten, insbesondere wenn sie auf der Annahme basieren, dass alles, was existiert, eine Ursache haben muss. 2. **Annahme der Notwendigkeit**: Aquin geht davon aus, dass es eine notwendige Ursache geben muss, um die Existenz von Dingen zu erklären. Skeptiker hinterfragen, ob diese Annahme tatsächlich gerechtfertigt ist oder ob es auch alternative Erklärungen für die Existenz des Universums geben könnte. 3. **Begrenzte Sichtweise**: Einige Philosophen argumentieren, dass Aquins Beweise auf einer begrenzten Sichtweise der Realität basieren, die nicht alle möglichen Erklärungen für die Existenz des Universums berücksichtigt, wie z.B. die Möglichkeit eines unendlichen Regresses. 4. **Naturwissenschaftliche Erklärungen**: Mit dem Fortschritt der Naturwissenschaften gibt es zunehmend Erklärungen für Phänomene, die früher als Beweise für Gott angesehen wurden. Dies führt zu der Frage, ob die Gottesbeweise von Aquin noch relevant sind. 5. **Subjektivität des Glaubens**: Viele Kritiker betonen, dass der Glaube an Gott letztlich eine subjektive Entscheidung ist, die nicht allein durch rationale Argumente bewiesen werden kann. Diese Kritikpunkte zeigen, dass die Gottesbeweise von Thomas von Aquin weiterhin ein aktives Feld der philosophischen Debatte sind.
Thomas von Aquin (1225–1274) war ein bedeutender mittelalterlicher Theologe und Philosoph. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Scholastik und prägte die christliche Philosophie... [mehr]
Immanuel Kantfragt die Möglichkeit eines Gottesbeweises kritisch, weil er zeigen möchte, dass die menschliche Vernunft prinzipiell nicht in der Lage ist, die Existenz Gottes durch theoretisc... [mehr]
Der sogenannte "ontologische Gottesbeweis" von Anselm von Canterbury findet sich im 2. und 3. Kapitel seines Werkes "Proslogion" (um 1077/78). Der originale Wortlaut ist auf Latein... [mehr]
Thomas von Aquin behandelt das Thema Tyrannenmord vor allem in seinem Werk „De regno“ („Über die Herrschaft“), aber auch in der „Summa Theologiae“. Seine Posit... [mehr]