Der kategorische Imperativ ist ein zentrales Prinzip der Moralphilosophie von Immanuel Kant. Er besagt, dass man nur nach derjenigen Maxime (Handlungsregel) handeln soll, von der man zugleich wollen k... [mehr]
Thomas von Aquin behandelt das Thema Tyrannenmord vor allem in seinem Werk „De regno“ („Über die Herrschaft“), aber auch in der „Summa Theologiae“. Seine Position ist differenziert und steht im Kontext mittelalterlicher Theologie und Philosophie. Thomas unterscheidet zwischen einem „rechtmäßigen Herrscher“ und einem „Tyrannen“. Ein Tyrann ist für ihn ein Herrscher, der zum eigenen Vorteil und nicht zum Wohl des Gemeinwesens regiert. Grundsätzlich sieht Thomas die Beseitigung eines Tyrannen als gerechtfertigt an, wenn das Gemeinwohl schwer geschädigt wird. Allerdings warnt er vor unüberlegtem Handeln: Die Tötung eines Tyrannen (Tyrannenmord) könne zu noch größerem Unheil führen, etwa zu Bürgerkrieg oder noch schlimmerer Tyrannei. Deshalb solle das Volk nach Möglichkeit auf legale und geordnete Weise gegen den Tyrannen vorgehen, etwa durch Absetzung oder Vertreibung, sofern dies möglich ist. Direkten Tyrannenmord durch Privatpersonen lehnt Thomas von Aquin ab, da dies gegen die bestehende Ordnung und das Gemeinwohl verstoßen könne. Nur wenn eine öffentliche Autorität (z.B. das Volk oder eine rechtmäßige Instanz) handelt, könne die Beseitigung eines Tyrannen gerechtfertigt sein. Zusammengefasst: - Tyrannenherrschaft ist nach Thomas von Aquin ungerecht. - Die Beseitigung eines Tyrannen kann gerechtfertigt sein, wenn das Gemeinwohl schwer geschädigt wird. - Tyrannenmord durch Privatpersonen lehnt er ab. - Nur eine öffentliche, rechtmäßige Instanz darf gegen den Tyrannen vorgehen. Weitere Informationen findest du z.B. hier: [Thomas von Aquin: De regno (lateinisch/deutsch)](https://www.unifr.ch/bkv/kapitel81-1.htm) [Summa Theologiae, II-II, q. 42, a. 2](https://www.newadvent.org/summa/3042.htm)
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Aristoteles unterscheidet in seiner Ethik drei grundlegende Lebensformen (griechisch: βίοι, bioi), die Menschen wählen können: 1. **Das Leben des Genusses (bios apolaustik... [mehr]
Die Achtfachfaltung (auch bekannt als der Edle Achtfache Pfad) ist ein zentrales Element der buddhistischen Lehre. Sie ist hilfreich, um: 1. **Leiden zu überwinden:** Der Pfad bietet konkrete An... [mehr]
Immanuel Kants Ethik gilt als anspruchsvoll und ist für viele Leserinnen und Leser nicht besonders lesefreundlich. Seine Hauptwerke, wie die "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" oder... [mehr]
Unter Utilitarismus nach John Stuart Mill versteht man eine ethische Theorie, die besagt, dass die moralische Richtigkeit einer Handlung davon abhängt, ob sie das größtmögliche Gl... [mehr]
Moral und Ethik sind eng verwandte Begriffe, unterscheiden sich aber in ihrer Bedeutung: **Moral** bezeichnet die tatsächlichen Werte, Normen und Verhaltensregeln, die in einer Gesellschaft, Gru... [mehr]
Das Böse ist ein vielschichtiger Begriff, der in Philosophie, Religion, Psychologie und Alltagssprache unterschiedlich definiert wird. Allgemein bezeichnet das Böse Handlungen, Absichten ode... [mehr]
Ja, ein Stoiker darf grundsätzlich Fleisch essen. Die Stoa ist eine antike philosophische Lehre, die vor allem auf Tugendhaftigkeit, Vernunft und Selbstbeherrschung abzielt. Es gibt keine zentral... [mehr]
Thomas von Aquin (1225–1274) war ein bedeutender mittelalterlicher Theologe und Philosoph. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Scholastik und prägte die christliche Philosophie... [mehr]
Ja, es gibt einen Unterschied in der Definition von Moral und Ethik, auch wenn die Begriffe im Alltag oft synonym verwendet werden. **Moral** bezeichnet die tatsächlichen Werte, Normen und Verha... [mehr]