Wie hängt Hobbes' Bestimmung des Staatszustands mit seiner Bestimmung des Naturzustands zusammen?

Antwort

Hobbes' Bestimmung des Staatszustands und des Naturzustands ist eng miteinander verknüpft. Im Naturzustand beschreibt Hobbes eine hypothetische Situation, in der es keine zentrale Autorität gibt und die Menschen in einem Zustand der Anarchie leben. In diesem Zustand herrscht ein "Krieg aller gegen alle" (bellum omnium contra omnes), was zu einem Leben führt, das "einsam, arm, ekelhaft, tierisch und kurz" ist. Um diesem chaotischen und gefährlichen Zustand zu entkommen, schließen die Menschen einen Gesellschaftsvertrag und übertragen ihre Rechte an einen Souverän, der die Macht hat, Frieden und Ordnung zu gewährleisten. Der Staatszustand ist somit das Ergebnis dieses Vertrages, in dem eine zentrale Autorität (der Souverän) geschaffen wird, um die Sicherheit und das Wohl der Bürger zu garantieren. Zusammengefasst: Der Naturzustand ist der Ausgangspunkt, der die Notwendigkeit eines Staatszustands verdeutlicht. Der Übergang vom Naturzustand zum Staatszustand ist eine Reaktion auf die inhärenten Gefahren und Unsicherheiten des Lebens ohne eine übergeordnete Macht.

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