Wie wirken sich Betablocker auf Aktionspotenzial und QT-Zeit aus?

Antwort

Betablocker sind Medikamente, die die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin auf die Beta-Adrenozeptoren im Herzen blockieren. Sie haben mehrere Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, insbesondere auf das Aktionspotenzial und die QT-Zeit. 1. **Aktionspotenzial**: Betablocker reduzieren die Herzfrequenz und die Kontraktionskraft des Herzens, indem sie die Erregbarkeit des Herzmuskels verringern. Dies geschieht durch eine Hemmung der positiven chronotropen (Herzfrequenz erhöhenden) und inotropen (Kontraktionskraft erhöhenden) Effekte von Katecholaminen. Die Dauer des Aktionspotenzials kann durch die Veränderung der Calcium- und Kaliumströme beeinflusst werden, was zu einer Verringerung der Erregbarkeit des Herzgewebes führt. 2. **QT-Zeit**: Die QT-Zeit ist der Zeitraum, der für die Depolarisation und Repolarisation der Ventrikel benötigt wird. Betablocker können die QT-Zeit beeinflussen, indem sie die Repolarisation verzögern. In einigen Fällen kann dies zu einer Verlängerung der QT-Zeit führen, was das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien erhöhen kann. Allerdings ist die Wirkung auf die QT-Zeit von der spezifischen Art des Betablockers und der individuellen Reaktion des Patienten abhängig. Zusammenfassend haben Betablocker sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf das Aktionspotenzial und die QT-Zeit, indem sie die Erregbarkeit des Herzgewebes beeinflussen und die Repolarisation modulieren.

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