Die Schmerzwahrnehmung kann in mehrere Phasen unterteilt werden: 1. **Transduktion**: In dieser Phase werden schmerzhafte Reize (z.B. mechanische, thermische oder chemische Reize) von Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) in elektrische Signale umgewandelt. 2. **Transmission**: Die elektrischen Signale werden über Nervenfasern (Aδ- und C-Fasern) zum Rückenmark und weiter zum Gehirn geleitet. 3. **Modulation**: Im Rückenmark und im Gehirn können die Schmerzsignale verstärkt oder abgeschwächt werden. Dies geschieht durch verschiedene Neurotransmitter und endogene Schmerzhemmungssysteme. 4. **Perzeption**: Im Gehirn werden die Schmerzsignale schließlich wahrgenommen und interpretiert. Dies umfasst die bewusste Wahrnehmung des Schmerzes sowie die emotionale und kognitive Bewertung. 5. **Reaktion**: Auf die Schmerzwahrnehmung folgt eine Reaktion, die sowohl körperlich (z.B. Reflexe, Muskelkontraktionen) als auch emotional (z.B. Angst, Stress) sein kann. Diese Phasen sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig.