Hat man bei täglicher Einnahme von Lercanidipin die gefäßerweiternde Wirkung erst nach 5–8 Stunden deutlich?

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Lercanidipin ist ein Calciumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine, der zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird. Nach oraler Einnahme wird der maximale Plasmaspiegel (Cmax) von Lercanidipin in der Regel nach etwa 1,5 bis 3 Stunden erreicht. Die blutdrucksenkende Wirkung setzt jedoch nicht schlagartig ein, sondern entwickelt sich allmählich. Die Angabe „5-8 Stunden“ bezieht sich meist auf die maximale Wirkung, nicht auf den Wirkeintritt. Das bedeutet: Nach der Einnahme beginnt die gefäßerweiternde Wirkung bereits früher, erreicht aber ihr Maximum typischerweise nach 5 bis 8 Stunden. Da Lercanidipin eine relativ lange Wirkdauer hat (ca. 24 Stunden), sorgt die tägliche Einnahme für einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Blut und damit für eine kontinuierliche Gefäßerweiterung und Blutdrucksenkung über den Tag hinweg. Zusammengefasst: - Die Wirkung beginnt schon nach wenigen Stunden. - Das Maximum der Wirkung wird nach 5–8 Stunden erreicht. - Durch tägliche Einnahme entsteht ein gleichmäßiger Wirkstoffspiegel und eine anhaltende Wirkung. Weitere Informationen findest du z.B. auf [Gelbe Liste](https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Lercanidipin_1096) oder [Apotheken Umschau](https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/wirkstoffe/lercanidipin-703.html).