Kann Ramipril den Kopfdruck von Lercanidipin durch Gefäßentspannung reduzieren?

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Ramipril und Lercanidipin sind beide blutdrucksenkende Medikamente, wirken aber auf unterschiedliche Weise: - **Lercanidipin** ist ein Calciumkanalblocker, der die glatte Muskulatur der Gefäße entspannt und so die Gefäße erweitert. Das kann manchmal zu Nebenwirkungen wie Kopfdruck oder Kopfschmerzen führen, weil sich die Gefäße im Kopfbereich ebenfalls erweitern. - **Ramipril** ist ein ACE-Hemmer, der ebenfalls die Gefäße entspannt, aber über einen anderen Mechanismus: Er hemmt die Umwandlung von Angiotensin I zu Angiotensin II, einem Stoff, der die Gefäße verengt. **Zur Frage:** Ramipril kann theoretisch helfen, den Blutdruck weiter zu senken und die Gefäßspannung zu reduzieren. Ob dadurch der von Lercanidipin verursachte Kopfdruck nachlässt, ist individuell unterschiedlich. Manche Patienten berichten, dass die Kombination beider Medikamente die Nebenwirkungen wie Kopfdruck oder Kopfschmerzen verringert, weil der Blutdruck insgesamt besser kontrolliert wird. Bei anderen bleibt der Kopfdruck bestehen, da er eher eine direkte Nebenwirkung der Gefäßerweiterung im Kopfbereich durch Lercanidipin ist. **Wichtig:** Wenn der Kopfdruck stark oder anhaltend ist, sollte das unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Es kann sein, dass die Dosis angepasst oder ein anderes Medikament gewählt werden muss. **Fazit:** Ramipril kann durch seine gefäßerweiternde Wirkung möglicherweise den Kopfdruck, der durch Lercanidipin entsteht, reduzieren – das ist aber nicht garantiert und hängt vom individuellen Ansprechen ab. Eine ärztliche Rücksprache ist in jedem Fall ratsam.

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