Welche Krankheiten werden mit Lichtherapie behandelt?

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**Mit Lichtherapie werden vor allem saisonale Depressionen, bestimmte Schlaf-Wach-Störungen und einige Hautkrankheiten behandelt. Entscheidend ist: Nicht jede „Lichtbehandlung“ ist gleich – bei psychischen Beschwerden nutzt man meist helles weißes Licht, bei Hautkrankheiten gezielt UV-Licht unter ärztlicher Kontrolle.** ## Häufige Einsatzgebiete **1. Saisonale Depression (Winterdepression)** Das ist der klassische Einsatzbereich. Helles Licht am Morgen hilft, den gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren und depressive Symptome wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Heißhunger zu verringern. **2. Nicht-saisonale Depressionen** Lichtherapie wird teils auch ergänzend bei Depressionen ohne Jahreszeitenbezug eingesetzt. Sie ersetzt aber bei stärkeren Verläufen nicht automatisch Psychotherapie oder Medikamente. **3. Schlafstörungen und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus** Dazu gehören zum Beispiel: - verzögerte Schlafphase („man wird sehr spät müde“) - Jetlag - Schichtarbeitsprobleme - manche Rhythmusstörungen bei älteren Menschen Hier ist der Zeitpunkt der Anwendung wichtiger als die reine Lichtstärke. **4. Hautkrankheiten** Unter dermatologischer Aufsicht wird Lichttherapie unter anderem eingesetzt bei: - Psoriasis (Schuppenflechte) - Neurodermitis - Vitiligo - einigen Formen von Ekzemen - bestimmten seltenen Hauterkrankungen Dabei kommen meist UVB oder UVA-Verfahren zum Einsatz, nicht die üblichen Tageslichtlampen für zuhause. ## Wichtiger Unterschied **Eine Tageslichtlampe für Depressionen behandelt keine Schuppenflechte.** Und umgekehrt ist UV-Licht aus der Dermatologie nichts, was man auf eigene Faust gegen Stimmungstiefs einsetzen sollte. Das wird oft verwechselt. ## Was praktisch wichtig ist Bei **Winterdepression und Schlafrhythmusstörungen** kann Lichtherapie sinnvoll und wirksam sein. Bei **Hautkrankheiten** gehört sie eher in ärztliche Behandlung, weil Dosierung und Hautschutz entscheidend sind. Bei **bipolaren Störungen, Augenerkrankungen oder lichtsensibilisierenden Medikamenten** sollte Lichtherapie nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, weil sie Probleme auslösen oder verstärken kann.

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