Welche diagnostischen Verfahren bestätigen Parkinson?

Antwort

Zur Bestätigung einer Parkinson-Erkrankung werden typischerweise folgende diagnostische Verfahren eingesetzt: 1. **Klinische Untersuchung**: Der Neurologe führt eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch, um typische Symptome wie Tremor, Bradykinesie (verlangsamte Bewegungen), Rigidität (Muskelsteifheit) und posturale Instabilität (Gleichgewichtsstörungen) zu identifizieren. 2. **Bildgebende Verfahren**: - **MRT (Magnetresonanztomographie)**: Wird verwendet, um andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen könnten. - **DaTSCAN (Dopamin-Transporter-Szintigraphie)**: Ein spezieller nuklearmedizinischer Test, der die Dopamin-Transporter im Gehirn sichtbar macht und helfen kann, Parkinson von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. 3. **L-Dopa-Test**: Eine Verbesserung der Symptome nach der Gabe von Levodopa (einem Medikament, das im Gehirn zu Dopamin umgewandelt wird) kann ein Hinweis auf Parkinson sein. 4. **SPECT und PET**: Diese bildgebenden Verfahren können die Funktion der dopaminergen Neuronen im Gehirn darstellen und helfen, die Diagnose zu unterstützen. 5. **Neuropsychologische Tests**: Diese können durchgeführt werden, um kognitive Beeinträchtigungen zu bewerten, die bei Parkinson häufig auftreten. Diese Verfahren werden oft in Kombination verwendet, um eine genaue Diagnose zu stellen.

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