Überlappen sich die Wirkstoffe von Amlodipin und Lercanidipin bei einer Umstellung?
Antwort vomAmlodipin und Lercanidipin sind beides Calciumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden. Sie wirken auf ähnliche Weise, unterscheiden sich aber in ihrer Pharmakokinetik (z.B. Wirkdauer, Halbwertszeit) und im Nebenwirkungsprofil. Bei einer Umstellung von Amlodipin auf Lercanidipin (oder umgekehrt) kann es zu einer kurzen Überlappung der Wirkstoffe im Körper kommen, insbesondere wenn das eine Medikament noch nicht vollständig abgebaut ist, während das andere bereits begonnen wird. Dies ist vor allem relevant, weil beide Medikamente blutdrucksenkend wirken und eine zu starke Blutdrucksenkung (Hypotonie) auftreten könnte. In der Praxis wird häufig empfohlen, das eine Medikament abzusetzen und am nächsten Tag mit dem anderen zu beginnen, um eine Überlappung und damit verbundene Nebenwirkungen zu vermeiden. In besonderen Fällen kann der Arzt aber auch eine andere Vorgehensweise wählen, abhängig von individuellen Faktoren wie Blutdruckwerten, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit. Eine genaue Umstellung sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, da dieser die individuelle Situation am besten beurteilen kann. **Fazit:** Ja, es kann zu einer kurzen Überlappung der Wirkstoffe kommen, wenn die Umstellung nicht exakt abgestimmt wird. Die Umstellung sollte daher immer ärztlich begleitet werden.