Wie viel Zeit darf maximal zwischen einem Schlaganfall und der Ankunft im Krankenhaus vergehen?

Antwort

Nach einem Schlaganfall zählt jede Minute, da Hirngewebe sehr schnell unwiederbringlich geschädigt werden kann. Die sogenannte „Time is Brain“-Regel besagt: Je schneller die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen auf Genesung und desto geringer das Risiko für bleibende Schäden. **Maximalzeit für die Behandlung:** - Für die sogenannte Lysetherapie (Auflösung eines Blutgerinnsels bei ischämischem Schlaganfall) gilt ein Zeitfenster von **maximal 4,5 Stunden** nach Symptombeginn. In Einzelfällen kann eine mechanische Thrombektomie (Entfernung des Gerinnsels) bis zu **6 Stunden**, manchmal auch bis zu 24 Stunden nach Symptombeginn sinnvoll sein. - **Je früher, desto besser:** Die besten Behandlungsergebnisse werden erzielt, wenn die Therapie innerhalb der ersten Stunde beginnt („goldene Stunde“). **Fazit:** Nach einem Schlaganfall sollte **sofort** der Notruf (112) gewählt und der Patient schnellstmöglich ins Krankenhaus mit einer spezialisierten Schlaganfallstation (Stroke Unit) gebracht werden. Jede Verzögerung verschlechtert die Prognose deutlich.

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