Kann Prokrastination ein Anzeichen für beginnende Demenz sein?

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Prokrastination – also das ständige Aufschieben von Aufgaben – ist ein weit verbreitetes Verhalten und kann viele Ursachen haben, wie Stress, Überforderung, Perfektionismus oder auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Im Zusammenhang mit Demenz ist Prokrastination allein jedoch kein typisches oder frühes Anzeichen. Bei beginnender Demenz stehen meist andere Symptome im Vordergrund, zum Beispiel: - Gedächtnisprobleme (z. B. Vergessen von Terminen oder Namen) - Schwierigkeiten bei der Orientierung - Probleme bei alltäglichen Aufgaben - Sprachliche Auffälligkeiten - Veränderungen im Sozialverhalten oder in der Persönlichkeit Allerdings kann es im Rahmen einer Demenz auch zu Antriebslosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit oder Problemen bei der Planung kommen, was sich in manchen Fällen als Prokrastination äußern könnte. Das allein reicht aber nicht aus, um auf eine Demenz zu schließen. Wenn Prokrastination neu und auffällig auftritt, vor allem zusammen mit anderen kognitiven Veränderungen, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, um die Ursachen abzuklären. Nur so kann festgestellt werden, ob es sich um eine beginnende Demenz oder um andere, oft behandelbare Ursachen handelt.

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