Warum fühlt man sich morgens oft müde, bekommt die Augen nicht richtig auf und sieht schlechter?

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Am frühen Morgen fühlt man sich oft noch „unfit“ und bekommt die Augen schwer auf, weil der Körper sich noch im Übergang vom Schlaf- in den Wachzustand befindet. Während des Schlafs, besonders in den Tiefschlafphasen, verlangsamen sich viele Körperfunktionen: Die Muskelspannung ist reduziert, die Durchblutung der Augen kann geringer sein und die Produktion von Tränenflüssigkeit nimmt ab. Dadurch können die Augenlider schwerer wirken und die Augen selbst sich trocken oder „verklebt“ anfühlen. Zudem ist das Hormon Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert, morgens noch erhöht. Es sorgt dafür, dass man sich müde fühlt. Erst mit zunehmendem Tageslicht und Bewegung sinkt der Melatoninspiegel, der Kreislauf kommt in Schwung und die Sinne – auch das Sehen – werden wacher. Die Pupillen sind morgens oft noch weiter gestellt, was das Sehen in hellem Licht erschwert. Außerdem kann es einige Minuten dauern, bis sich die Augen an die Helligkeit gewöhnt haben. Kurz gesagt: Der Körper braucht morgens einfach etwas Zeit, um alle Funktionen hochzufahren und vollständig wach zu werden.

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