Kann die Craniosakrale Therapie eine Atlas-Fehlstellung beheben?

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Die Craniosakrale Therapie ist eine alternativmedizinische Methode, die darauf abzielt, durch sanfte Berührungen Spannungen im craniosakralen System (Schädel, Wirbelsäule, Kreuzbein und umgebende Strukturen) zu lösen. Sie wird häufig zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens und zur Linderung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Eine Atlas-Fehlstellung bezeichnet eine Verschiebung oder Fehlposition des ersten Halswirbels (Atlas). In der Schulmedizin wird eine solche Fehlstellung meist durch bildgebende Verfahren (z. B. Röntgen, MRT) diagnostiziert und, falls notwendig, durch gezielte physiotherapeutische oder manualtherapeutische Maßnahmen behandelt. Die Wirksamkeit der Craniosakralen Therapie bei der Korrektur einer tatsächlichen Atlas-Fehlstellung ist wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt keine belastbaren Studien, die zeigen, dass diese Therapieform eine anatomisch nachweisbare Fehlstellung des Atlas korrigieren kann. Manche Menschen berichten zwar über eine subjektive Besserung ihrer Beschwerden nach einer Behandlung, dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer tatsächlichen anatomischen Korrektur. Bei Verdacht auf eine Atlas-Fehlstellung sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Für die gezielte Behandlung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Fachärzt:innen, Physiotherapeut:innen oder Manualtherapeut:innen, die auf die Wirbelsäule spezialisiert sind. Weitere Informationen zur Craniosakralen Therapie findest du beispielsweise auf der Seite des [Bundesverbands für Craniosacrale Therapie](https://www.craniosacralverband.de/).