Wie wird eine Hirnblutung behandelt?

Antwort

Die Behandlung einer Hirnblutung hängt von Ursache, Schweregrad, Lage der Blutung und dem Allgemeinzustand der betroffenen Person ab. Grundsätzlich sind folgende Maßnahmen üblich: 1. **Sofortige Notfallversorgung:** Eine Hirnblutung ist ein medizinischer Notfall. Die betroffene Person wird meist auf einer Intensivstation überwacht. 2. **Stabilisierung der Vitalfunktionen:** Blutdruck, Atmung und Kreislauf werden stabilisiert, um weitere Schäden zu verhindern. 3. **Medikamentöse Behandlung:** - Blutdrucksenkende Medikamente, um weiteren Druck auf das Gehirn zu vermeiden. - Medikamente zur Senkung des Hirndrucks (z. B. Mannitol). - Antikonvulsiva zur Vorbeugung von Krampfanfällen. - Bei bestimmten Blutungen (z. B. durch Blutverdünner) werden Gerinnungsfaktoren oder Vitamin K verabreicht. 4. **Chirurgische Maßnahmen:** - Bei größeren Blutungen oder wenn der Hirndruck stark ansteigt, kann eine Operation notwendig sein. Dabei wird das Blut entfernt und die Blutungsquelle gestoppt. - In manchen Fällen wird ein Teil des Schädelknochens entfernt (Dekompressive Kraniektomie), um den Druck zu entlasten. 5. **Behandlung der Ursache:** - Liegt z. B. ein geplatztes Aneurysma vor, wird dieses durch eine Operation oder ein endovaskuläres Verfahren (Coiling) behandelt. 6. **Rehabilitation:** Nach der Akutphase folgt meist eine neurologische Rehabilitation, um verlorene Fähigkeiten (z. B. Sprache, Bewegung) wiederzuerlangen. Die Prognose hängt stark von der Ursache, dem Ausmaß der Blutung und der Schnelligkeit der Behandlung ab. Eine schnelle medizinische Versorgung ist entscheidend für das Überleben und die Lebensqualität nach einer Hirnblutung.

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