Wurden Kinder am Ende des Zweiten Weltkriegs von Deutschland nach England geschickt?

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Nein, Kinder wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs nicht von Deutschland nach England geschickt. Tatsächlich war es umgekehrt: Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Kinder aus Großbritannien, insbesondere aus Städten, die von deutschen Luftangriffen bedroht waren, im Rahmen der sogenannten „Evakuierung“ (Operation Pied Piper) aufs Land oder sogar ins Ausland (z. B. nach Kanada, Australien, Südafrika oder in die USA) geschickt, um sie vor den Bombenangriffen zu schützen. Es gab jedoch keine organisierte Aktion, bei der deutsche Kinder am Ende des Krieges nach England gebracht wurden. Nach Kriegsende befanden sich viele deutsche Kinder in einer schwierigen Lage, etwa als sogenannte „Displaced Persons“ oder als Waisenkinder, aber sie blieben in der Regel in Deutschland oder wurden innerhalb Europas umgesiedelt. In Einzelfällen wurden nach dem Krieg einige Kinder aus Konzentrationslagern oder aus anderen Notlagen von Hilfsorganisationen in verschiedene Länder gebracht, darunter auch nach Großbritannien, aber das waren Ausnahmen und keine groß angelegte Aktion. Weitere Informationen findest du z. B. hier: - [Operation Pied Piper (Wikipedia, Englisch)](https://en.wikipedia.org/wiki/Evacuation_of_civilians_in_Britain_during_World_War_II) - [Kindertransporte (Wikipedia)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kindertransport) (dies betraf vor allem jüdische Kinder vor Kriegsbeginn) Falls du auf eine spezielle Aktion oder einen bestimmten Fall anspielst, kannst du das gerne präzisieren.

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