Wie dachte Hindenburg über den Nationalsozialismus nach der Machtübernahme?

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Paul von Hindenburg, der damalige Reichspräsident, hatte eine komplexe und ambivalente Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus und Adolf Hitler. Nach der Machtübernahme Hitlers im Januar 1933 war Hindenburg zunächst skeptisch und vorsichtig. Er sah Hitler und die Nationalsozialisten als eine Möglichkeit, die politische Instabilität der Weimarer Republik zu überwinden, war jedoch besorgt über ihre radikalen Methoden und Ziele. Hindenburg war ein konservativer Monarchist und hatte Vorbehalte gegenüber der radikalen Ideologie der Nationalsozialisten. Dennoch ernannte er Hitler zum Reichskanzler, teilweise aufgrund des Drucks von Beratern und politischen Akteuren, die glaubten, dass Hitler kontrollierbar sei und dass seine Ernennung die politische Krise lösen könnte. Nach der Machtübernahme Hitlers und der Reichstagsbrandverordnung im Februar 1933, die die Bürgerrechte stark einschränkte, und dem Ermächtigungsgesetz im März 1933, das Hitler diktatorische Vollmachten verlieh, nahm Hindenburg eine eher passive Rolle ein. Er unterzeichnete diese Gesetze, die den Weg zur totalitären Herrschaft der Nationalsozialisten ebneten. Hindenburgs Gesundheitszustand verschlechterte sich in den folgenden Monaten, und er starb im August 1934. Kurz nach seinem Tod vereinigte Hitler das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers und wurde somit der unangefochtene Führer des Deutschen Reiches.

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