Wie bewerteten die Nazis unter Hitler die Relativitätstheorie?

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Die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler standen der Relativitätstheorie von Albert Einstein überwiegend ablehnend gegenüber. Sie bezeichneten sie abwertend als „jüdische Physik“. Dies lag vor allem daran, dass Einstein Jude war und die NS-Ideologie eine rassistische Ablehnung gegenüber jüdischen Wissenschaftlern und deren Arbeiten propagierte. Einige prominente deutsche Physiker, wie Philipp Lenard und Johannes Stark, unterstützten diese Haltung und versuchten, eine sogenannte „deutsche Physik“ zu etablieren, die sich gegen moderne, von ihnen als „undeutsch“ oder „jüdisch“ betrachtete Theorien wie die Relativitäts- und Quantentheorie richtete. Sie behaupteten, diese Theorien seien unverständlich, spekulativ und stünden im Gegensatz zu einer „bodenständigen“ deutschen Wissenschaftstradition. Trotz dieser ideologischen Ablehnung wurde die Relativitätstheorie in der Praxis nicht vollständig aus der deutschen Wissenschaft verbannt, da ihre Bedeutung für die Physik und Technik zu groß war. Dennoch wurden jüdische Wissenschaftler verfolgt, viele mussten emigrieren, und die Entwicklung der Physik in Deutschland wurde durch diese Politik erheblich behindert. Weitere Informationen: - [Relativitätstheorie – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie) - [Deutsche Physik – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Physik)

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