Die Lufthansa wurde am 6. Januar 1953 gegründet; der eigentliche Flugbetrieb der heutigen Lufthansa begann 1955.
Wie entwickelte sich der Anteil der Bahn am Güterverkehr in Deutschland seit 1950?
Antwort vom**Der Bahnanteil am Güterverkehr ist in Deutschland seit 1950 deutlich gesunken: von grob einem dominierenden Verkehrsträger in der Nachkriegszeit auf heute nur noch rund ein Fünftel der Güterverkehrsleistung.** Für die Praxis heißt das: Der Lkw hat den Markt langfristig übernommen, während die Schiene trotz hoher Bedeutung für schwere und weite Transporte ihre frühere Schlüsselrolle verloren hat. ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/Tabellen/liste-eisenbahnverkehr.html)) ## Die Entwicklung in einem Satz 1950 war die Bahn im Güterverkehr noch prägend, heute liegt ihr Anteil am Modal Split in Deutschland nur noch bei etwa **20 %**; 2024 werden **20,2 %**, für 2023 **20,0 %** genannt. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/indikator-umweltfreundlicher-gueterverkehr)) ## Warum der Vergleich mit 1950 nicht ganz trivial ist Der wichtige Punkt ist: Man muss zwischen **absoluter Menge** und **Marktanteil** unterscheiden. Für 1950 gibt es bei Destatis lange Reihen zum Eisenbahngüterverkehr; dort werden für die Bahn rund **201 Millionen Tonnen** ausgewiesen. Gleichzeitig war der Straßengüterverkehr damals noch viel schwächer entwickelt als heute, Autobahnen, Logistiknetze und Just-in-time-Lieferketten spielten noch nicht die heutige Rolle. Deshalb war die Bahn damals im Gütersystem deutlich stärker als heute. ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/Tabellen/liste-eisenbahnverkehr.html)) Direkt vergleichbare **Modal-Split-Werte nach heutiger Methodik** liegen vor allem für die neuere Zeit vor. Das Umweltbundesamt nennt für 1991 einen Anteil von Bahn plus Binnenschiff von **34,5 %** und für 2023 nur noch **26,1 %**; davon entfielen **20,0 %** auf die Schiene. Das zeigt den langfristigen Trend sehr klar: Selbst gegenüber 1991 hat die Schiene relativ verloren. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/fahrleistungen-verkehrsaufwand-modal-split)) ## Was man daraus konkret ableiten kann Der eigentliche Bruch war nicht, dass die Bahn „unwichtig“ geworden wäre. Sie bleibt stark bei **Massengütern, langen Distanzen, Kombiverkehr und Hafenhinterland-Verkehren**. Verloren hat sie vor allem dort, wo Flexibilität wichtiger ist als Effizienz pro Tonnenkilometer — also genau in den Bereichen, in denen der Lkw überlegen ist. ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/_inhalt.html)) Der entscheidende Unterschied zu 1950 ist daher nicht nur ein niedrigerer Prozentwert, sondern ein **komplett verändertes Logistikmodell**: Früher war die Bahn Rückgrat des Gütertransports, heute ist sie eher das Spezialwerkzeug für bestimmte Relationen und Güterarten. Das ist der Punkt, den viele kurze Antworten in Suchergebnissen nicht sauber herausarbeiten. ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/_inhalt.html)) ## Kurzfazit Wenn man 1950 mit heute vergleicht, lautet die klare Aussage: **Der Anteil der Bahn am Güterverkehr ist massiv zurückgegangen.** Heute liegt er bei etwa **einem Fünftel**, während die Straße den Markt dominiert. Für einen exakten Langfristvergleich muss man aber beachten, dass historische und heutige Modal-Split-Daten nicht für alle Jahre in exakt derselben Form vorliegen. ([destatis.de](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Transport-Verkehr/Gueterverkehr/Tabellen/liste-eisenbahnverkehr.html))
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