Angelica Balabanoff, eine russisch-italienische Sozialistin und Zeitgenossin Lenins, kritisierte Lenin vor allem für seinen autoritären Führungsstil und seine Haltung zur Demokratie inn... [mehr]
Manche sehen die Aufklärung als koloniales Projekt, weil viele ihrer zentralen Ideen und Praktiken eng mit der europäischen Expansion, Kolonialisierung und der damit verbundenen Unterdrückung anderer Kulturen verbunden waren. Während die Aufklärung im 18. Jahrhundert Werte wie Vernunft, Freiheit und Gleichheit betonte, wurden diese Ideale oft nur auf europäische Gesellschaften angewendet. Gleichzeitig rechtfertigten viele Aufklärungsdenker – bewusst oder unbewusst – die Überlegenheit Europas und die „Zivilisierung“ anderer Völker. Kritiker argumentieren, dass die Aufklärung dazu beitrug, koloniale Herrschaft zu legitimieren, indem sie nicht-europäische Kulturen als „rückständig“ oder „unvernünftig“ darstellte. So wurden koloniale Eroberungen und Missionierungen oft als „Fortschritt“ oder „Befreiung“ verkauft. Auch rassistische Theorien und Hierarchien, die im Kolonialismus eine Rolle spielten, fanden in einigen Schriften der Aufklärung ihren Ursprung oder ihre Rechtfertigung. Zusammengefasst: Die Aufklärung wird von manchen als koloniales Projekt gesehen, weil sie einerseits universelle Werte proklamierte, diese aber andererseits in der Praxis oft exklusiv und eurozentrisch auslegte und so koloniale Strukturen unterstützte oder legitimierte.
Angelica Balabanoff, eine russisch-italienische Sozialistin und Zeitgenossin Lenins, kritisierte Lenin vor allem für seinen autoritären Führungsstil und seine Haltung zur Demokratie inn... [mehr]
Ob Friedrich Schiller Freimaurer war, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Es gibt Hinweise und Spekulationen, dass Schiller Kontakte zu Freimaurern hatte und sich mit deren Ideen auseinandersetzte,... [mehr]