Ja, es kann bedenklich sein, Pflanzen oder Pilze zu verzehren, die auf gestörten Böden wachsen. „Gestörter Boden“ bezeichnet Flächen, die durch menschliche Eingriffe oder Umwelteinflüsse verändert wurden, etwa durch Bauarbeiten, Industrie, Straßenränder, ehemalige Deponien oder landwirtschaftliche Nutzung. Solche Böden können mit Schadstoffen wie Schwermetallen (z. B. Blei, Cadmium, Quecksilber), Pestiziden, Herbiziden oder anderen Chemikalien belastet sein. Pflanzen und insbesondere Pilze nehmen diese Stoffe aus dem Boden auf und können sie in teils hohen Konzentrationen anreichern. Beim Verzehr gelangen diese Schadstoffe dann in den menschlichen Körper und können gesundheitsschädlich wirken. Besonders Pilze sind dafür bekannt, Schwermetalle und andere Schadstoffe stark zu akkumulieren. Aber auch Wildkräuter und andere essbare Pflanzen können betroffen sein. Fazit: Es ist ratsam, essbare Pflanzen und Pilze nur an unbelasteten, naturnahen Standorten zu sammeln – fernab von Straßen, Industrieanlagen, Bahngleisen oder anderen potenziell belasteten Flächen. Im Zweifel sollte auf den Verzehr verzichtet werden.