Wie wirkt sich die Domestikation bei Labornagern aus?

Antwort

Die Domestikation von Labornagern, wie z.B. Mäusen und Ratten, hat mehrere Auswirkungen auf ihr Verhalten, ihre Physiologie und ihre Genetik. 1. **Verhalten**: Domestizierte Labornager zeigen oft weniger Angst und Aggression gegenüber Menschen und anderen Tieren. Sie sind in der Regel neugieriger und sozialer, was sie für Forschungszwecke geeigneter macht. 2. **Physiologie**: Durch gezielte Zucht können bestimmte physiologische Merkmale verstärkt oder abgeschwächt werden. Dies kann die Lebensdauer, Fortpflanzungsfähigkeit und Krankheitsanfälligkeit beeinflussen. 3. **Genetik**: Die Domestikation führt zu genetischen Veränderungen, die sich auf das Verhalten und die Gesundheit der Tiere auswirken können. Bestimmte Gene, die mit Stressreaktionen und sozialen Interaktionen in Verbindung stehen, können bei domestizierten Tieren anders exprimiert werden als bei ihren wilden Vorfahren. 4. **Wohlbefinden**: Die Lebensbedingungen in Laboren sind oft kontrolliert, was zu einem anderen Stressniveau führt. Domestizierte Nagetiere können sich besser an diese Bedingungen anpassen, was ihre Lebensqualität beeinflusst. Insgesamt hat die Domestikation von Labornagern sowohl positive als auch negative Auswirkungen, die für die Forschung und das Verständnis von Tierverhalten und -biologie von Bedeutung sind.

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