Wie bringen Pflanzen und Bakterien gemeinsam Stickstoff in den Boden?

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Pflanzen und Bakterien arbeiten in einem symbiotischen Verhältnis zusammen, um Stickstoff in den Boden zu bringen, insbesondere durch den Prozess der Stickstofffixierung. Bestimmte Bakterien, wie Rhizobien, leben in Wurzelknöllchen von Leguminosen (z. B. Erbsen, Bohnen). Diese Bakterien nehmen atmosphärischen Stickstoff (N₂) auf und wandeln ihn in eine für Pflanzen verfügbare Form, wie Ammonium (NH₄⁺), um. Die Pflanzen bieten den Bakterien im Gegenzug Kohlenhydrate und andere Nährstoffe, die sie durch Photosynthese produzieren. Diese symbiotische Beziehung verbessert nicht nur die Stickstoffverfügbarkeit im Boden, sondern fördert auch das Wachstum der Pflanzen. Darüber hinaus können andere Mikroben im Boden, wie Azotobacter, ebenfalls Stickstoff fixieren, was zur allgemeinen Stickstoffversorgung im Ökosystem beiträgt. Durch diese Prozesse wird der Stickstoffgehalt im Boden erhöht, was für das Wachstum vieler Pflanzenarten entscheidend ist.

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