Warum sind Männer biologisch als 'Augentiere' ausgeprägt?

Antwort

Die Aussage, dass Männer „erstrangig als Augentiere eingerichtet“ seien, stammt aus der populärwissenschaftlichen Diskussion über Unterschiede zwischen Männern und Frauen, insbesondere im Hinblick auf Wahrnehmung und Partnerwahl. Gemeint ist damit, dass Männer bei der Partnerwahl stärker auf visuelle Reize achten – also auf das Aussehen einer potenziellen Partnerin. Diese These wird häufig mit evolutionsbiologischen Argumenten begründet. Laut Evolutionspsychologie könnten Männer im Laufe der Evolution darauf „programmiert“ worden sein, visuelle Hinweise auf Jugend und Gesundheit (z. B. Haut, Figur, Symmetrie) besonders zu beachten, weil diese Merkmale auf Fruchtbarkeit hindeuten. Frauen hingegen würden – so die Theorie – stärker auf andere Faktoren wie Status, Ressourcen oder Fürsorglichkeit achten. Wissenschaftlich ist diese Sichtweise allerdings umstritten und vereinfacht. Zwar gibt es Studien, die Unterschiede im durchschnittlichen Verhalten von Männern und Frauen bei der Partnerwahl zeigen, aber individuelle Unterschiede und kulturelle Einflüsse spielen ebenfalls eine große Rolle. Zusammengefasst: Die Aussage bezieht sich auf die Annahme, dass Männer bei der Partnerwahl besonders auf visuelle Reize achten, was evolutionsbiologisch begründet wird. Sie ist jedoch eine Vereinfachung und nicht unumstritten.

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