Ein Kind wurde von der Mutter in der Kita bedroht. Welche Gedanken hat eine Fachkraft und welche Umsetzungsmöglichkeiten gibt es?

Antwort

Eine Fachkraft in einer Kita, die beobachtet, dass ein Kind von seiner Mutter bedroht wird, sollte mehrere Gedanken und Umsetzungsmöglichkeiten in Betracht ziehen: 1. **Sofortige Sicherheit des Kindes gewährleisten**: Die Fachkraft sollte sicherstellen, dass das Kind in diesem Moment sicher ist und keine unmittelbare Gefahr besteht. 2. **Beobachtungen dokumentieren**: Es ist wichtig, die beobachtete Situation detailliert zu dokumentieren, einschließlich Datum, Uhrzeit, beteiligte Personen und genaue Beschreibung des Vorfalls. 3. **Gespräch mit der Mutter**: Ein ruhiges und sachliches Gespräch mit der Mutter kann helfen, die Situation zu klären und die Hintergründe zu verstehen. Dabei sollte die Fachkraft auf eine wertschätzende und nicht-konfrontative Kommunikation achten. 4. **Interne Besprechung**: Die Fachkraft sollte das Team und die Leitung der Kita informieren, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen. 5. **Einbeziehung externer Fachstellen**: Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sollte die Fachkraft Kontakt zu externen Fachstellen wie dem Jugendamt aufnehmen. Diese Stellen können weitere Unterstützung bieten und gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz des Kindes einleiten. 6. **Elternberatung**: Die Kita kann der Mutter Unterstützung und Beratung anbieten, um ihr zu helfen, besser mit Stresssituationen umzugehen und alternative Erziehungsmethoden zu finden. 7. **Schutzkonzept der Kita**: Die Fachkraft sollte das Schutzkonzept der Kita überprüfen und sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden über die richtigen Schritte bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung informiert sind. Es ist wichtig, dass die Fachkraft professionell und umsichtig handelt, um das Wohl des Kindes zu schützen und gleichzeitig die Eltern zu unterstützen.

Kategorie: Bildung Tags: Kind Bedrohung Kita
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