Wie wird die Höhe der Ausbildungsvergütung in einem nicht tarifgebundenen Metallbetrieb beurteilt?

Antwort

Die Höhe der Ausbildungsvergütung in einem nicht tarifgebundenen Metallbetrieb muss sich an den branchenüblichen tariflichen Vergütungen orientieren. Das bedeutet: Auch wenn der Betrieb nicht tarifgebunden ist, darf die Vergütung nicht "unangemessen niedrig" sein. Nach § 17 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist die Ausbildungsvergütung so zu bemessen, dass sie "angemessen" ist. Die Angemessenheit wird in der Praxis meist daran gemessen, wie hoch die Vergütung in vergleichbaren tarifgebundenen Betrieben der Branche und Region ist. Liegt die Vergütung deutlich unter dem Tarifniveau (in der Regel mehr als 20 % darunter), gilt sie als unangemessen und kann von der zuständigen Kammer (z. B. IHK oder HWK) beanstandet werden. In diesem Fall kann die Eintragung des Ausbildungsvertrags verweigert werden. Zusammengefasst: Auch in nicht tarifgebundenen Metallbetrieben muss die Ausbildungsvergütung mindestens 80 % des einschlägigen Tarifvertrags betragen, um als angemessen zu gelten. Andernfalls drohen rechtliche Konsequenzen und Probleme bei der Eintragung des Ausbildungsvertrags.

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