Welche Kadenz ist beim Joggen ideal?

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**Kadenz beim Joggen ist die Zahl deiner Schritte pro Minute – und sie ist wichtig, weil eine etwas höhere Kadenz oft zu kürzeren, saubereren Schritten und damit zu weniger Bremswirkung und geringerer Belastung pro Schritt führt.** Gemeint sind **beide Füße zusammen**. Wenn deine Uhr also 160 anzeigt, machst du 160 Schritte pro Minute, nicht 80 pro Bein. ## Was ist ein guter Wert Für lockeres Joggen liegen viele Freizeitläufer ungefähr bei **150 bis 170 Schritten pro Minute**. Schnelleres Tempo erhöht die Kadenz meist automatisch. Die oft genannte **180er-Regel** ist kein Muss. Sie stammt aus Beobachtungen bei sehr guten Läufern und wird im Alltag zu oft pauschal übernommen. Für dich zählt nicht, ob du exakt 180 erreichst, sondern ob dein Schritt **rund, kurz und ohne starkes Überstrecken** vor dem Körper ist. ## Warum die Kadenz überhaupt relevant ist Eine zu niedrige Kadenz bedeutet oft: sehr lange Schritte, Landung weit vor dem Körperschwerpunkt, mehr Bremsen bei jedem Aufsetzen. Praktisch heißt das: Wenn du bei gleichem Tempo die Kadenz leicht erhöhst, wird der Schritt meist etwas kürzer. Das entlastet häufig Knie und Hüfte und macht den Laufstil ökonomischer. ## Faustregel für die Praxis Wenn du Beschwerden hast oder sehr „stampfig“ läufst, ist oft schon eine Erhöhung um **5 bis 10 %** sinnvoller als ein harter Sprung auf 180. Beispiel: Läufst du bei 152, peile erst etwa **160** an, nicht sofort 180. ## So misst du sie - Laufuhr mit Running Dynamics - Metronom-App - 30 Sekunden lang Schritte eines Fußes zählen und mal 4 rechnen ## Wichtiges Missverständnis Mehr Kadenz ist **nicht automatisch besser**. Wenn du sie künstlich zu stark erhöhst, läufst du verkrampft und ineffizient. Entscheidend ist: **leicht höhere Frequenz nur dann, wenn sie deinen Schritt ruhiger und sauberer macht.**

Kategorie: Sport Tags: Kadenz Joggen Lauffrequenz

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