Die Beichte gibt es im Kern seit dem frühen Christentum, also seit dem 1. Jahrhundert; die heute typische katholische Form der privaten Ohrenbeichte beim Priester entstand aber erst schrittweise...
Wer hat den Beichtvater als Vermittler zu Gott eingesetzt?
Antwort vomIn der katholischen Lehre ist der „Beichtvater“ nicht als eigenständiger „Vermittler neben Gott“ eingesetzt, sondern als **Priester, der im Sakrament der Versöhnung in der Person Christi (in persona Christi) handelt**. **Eingesetzt** wurde dieses sakramentale Amt nach kirchlichem Verständnis **von Jesus Christus selbst**: Er gab den Aposteln die Vollmacht zur Sündenvergebung („Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben …“; vgl. Joh 20,22–23). Die Kirche versteht die Priester als Nachfolger im apostolischen Dienst, die diese Vollmacht in der Beichte ausüben. Quellen/Vertiefung: - Bibelstelle Joh 20,22–23 (z.B. https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes20%2C22-23) - Katholischer Katechismus (Sakrament der Buße/Versöhnung): https://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P4C.HTM - Vatikan – allgemeine Dokumentensammlung: https://www.vatican.va/