Ein Konzil ist **nicht „sicher vonnöten“** – es kann ein sehr starkes Instrument sein, ist aber weder automatisch die beste noch die einzig wirksame Antwort auf Lehr‑ und Glaubw...
Ein ökumenisches Konzil (im katholischen Sinn: vom Papst einberufen, mit den Bischöfen der Weltkirche) *kann* ein geeignetes Instrument sein, wenn es um verbindliche Klärungen in Lehre, Kirchenordnung und Reformen geht – aber „von Nöten“ ist es nicht automatisch, und es ist auch kein Garant für Glaubwürdigkeitsgewinn. **Warum ein Konzil dafür sprechen könnte** - **Verbindlichkeit und Klarheit:** Ein Konzil kann strittige Fragen lehramtlich präzisieren und kirchenrechtlich umsetzen; das ist stärker als viele synodale Prozesse, die oft beratend bleiben. - **Weltkirchliche Legitimation:** Es bündelt die Verantwortung der gesamten Bischofskollegialität und kann dadurch Entscheidungen breiter abstützen. - **Reformpaket aus einem Guss:** Wenn Glaubwürdigkeitskrisen (Missbrauch, Machtkontrolle, Transparenz, Umgang mit Dissens) nicht nur pastoral, sondern strukturell angegangen werden sollen, kann ein Konzil Normen und Kontrollmechanismen festschreiben. **Warum ein Konzil nicht zwingend ist (und Risiken birgt)** - **Glaubwürdigkeit ist nicht primär ein Formatproblem:** Viele Kernprobleme sind Umsetzungs‑ und Verantwortungsprobleme (Aufarbeitung, Sanktionen, Kultur der Rechenschaft). Das lässt sich auch ohne Konzil verbindlich regeln – durch päpstliche Gesetzgebung, Kurienreform, konsequente Anwendung des Kirchenrechts und unabhängige Kontrolle. - **Polarisierung:** Ein Konzil kann Konflikte auch verschärfen, wenn Erwartungen maximal auseinanderliegen; das kann die Einheit belasten. - **Lange Vorlaufzeit, ungewisser Ertrag:** Konzilien sind selten, komplex und dauern; die Kirche braucht in manchen Feldern sofortige, überprüfbare Schritte. **Ökumenische Dimension (im Sinn „mit anderen Kirchen gemeinsam“)** Ein „ökumenisches Konzil“ im wörtlichen Sinn – also gemeinsam mit Orthodoxen/Protestanten als gleichberechtigte Entscheidungsträger – ist derzeit realistisch kaum durchführbar, weil Autoritätsverständnis, Lehrentscheidungswege und Anerkennung von Verbindlichkeit stark divergieren. Ökumenische Konsultationen sind möglich und sinnvoll, aber ein gemeinsames, für alle bindendes Konzil ist praktisch nicht in Reichweite. **Fazit** Ein ökumenisches Konzil *könnte* helfen, wenn die Kirche eine weltkirchlich verbindliche, lehramtlich und rechtlich klare Neuordnung zentraler Fragen anstrebt. „Nötig“ ist es nur dann, wenn man überzeugt ist, dass die anstehenden Konflikte und Reformen ohne ein solches Höchstformat nicht mehr legitim, einheitlich und verbindlich lösbar sind. Für die Glaubwürdigkeit entscheidend wären jedoch weniger neue Dokumente als überprüfbare Konsequenzen: Rechenschaft, Transparenz, wirksame Sanktionen und konsequente Umsetzung – das ist auch ohne Konzil möglich.
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