Sind mündige Christen selbstständig und ist Abhängigkeit gleich Unselbstständigkeit?

Antwort vom

Nein. Abhängigkeit bedeutet nicht automatisch Unselbstständigkeit. Im christlichen Zusammenhang kann man unterscheiden: - **mündig** = eigenverantwortlich, urteilsfähig, glaubensfest - **abhängig** = auf Hilfe, Gemeinschaft, Rat oder Begleitung angewiesen sein - **unselbstständig** = nicht in der Lage, selbst zu entscheiden oder zu handeln Ein Christ kann also **mündig und selbständig** sein und trotzdem **Begleitung, Seelsorge oder geistlichen Rat** annehmen. Das ist nicht zwingend Unreife, sondern kann Ausdruck von Demut, Gemeinschaft und Lernbereitschaft sein. Problematisch wird es erst, wenn: - eigenes Denken unterdrückt wird, - Entscheidungen nur noch von „geistlichen Betreuern“ abhängen, - Gewissen und Verantwortung an andere abgegeben werden, - eine dauerhafte persönliche Abhängigkeit erzeugt wird. Dann wäre von **Unmündigkeit** oder ungesunder Abhängigkeit zu sprechen. Kurz gesagt: **Christliche Mündigkeit heißt nicht, niemanden zu brauchen, sondern verantwortlich selbst vor Gott zu stehen und Hilfe frei anzunehmen, ohne sich beherrschen zu lassen.**

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