Stammen viele katholische Marterl aus dem Dreißigjährigen Krieg?

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Nicht alle katholischen Marterl (auch Wegkreuze oder Bildstöcke genannt) in Mitteleuropa gehen auf den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zurück, aber viele haben tatsächlich einen Bezug zu dieser Zeit. Während und nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden zahlreiche Marterl errichtet, oft als Dank für überstandene Gefahren, zur Erinnerung an Verstorbene oder als Zeichen des Glaubens in einer Zeit großer Not und Unsicherheit. Allerdings gibt es Marterl, die aus ganz unterschiedlichen Gründen und zu verschiedenen Zeiten aufgestellt wurden – etwa nach Unglücken, als Votivgaben, zur Erinnerung an Pestzeiten oder als Grenzmarkierungen. Viele Marterl sind auch deutlich jünger oder älter als der Dreißigjährige Krieg. Zusammengefasst: Ein Teil der Marterl stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges oder steht in Zusammenhang mit dessen Ereignissen, aber die Vielzahl der Marterl hat ganz unterschiedliche Ursprünge und ist nicht ausschließlich auf diesen Krieg zurückzuführen.

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