Wie ist der hinduistische Kalender aufgebaut?

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Der hinduistische Kalender, auch bekannt als Panchang, ist ein lunisolarer Kalender, der sowohl Mond- als auch Sonnenzyklen berücksichtigt. Hier sind die wesentlichen Merkmale des hinduistischen Kalenders: 1. **Monate (Masa)**: Der Kalender hat 12 Monate, die auf den Mondzyklen basieren. Jeder Monat beginnt mit einem Neumond (Amavasya) und endet mit dem nächsten Neumond. Die Monate sind: - Chaitra - Vaishakha - Jyeshtha - Ashadha - Shravana - Bhadrapada - Ashwin - Kartika - Margashirsha - Pausha - Magha - Phalguna 2. **Tage (Tithi)**: Jeder Monat ist in zwei Hälften unterteilt, die helle Hälfte (Shukla Paksha) und die dunkle Hälfte (Krishna Paksha). Jede Hälfte hat 15 Tage, die als Tithis bezeichnet werden. 3. **Wochen (Vara)**: Die Woche hat sieben Tage, die den Planeten und Himmelskörpern gewidmet sind: - Sonntag (Ravivara) - Montag (Somavara) - Dienstag (Mangalavara) - Mittwoch (Budhavara) - Donnerstag (Guruvara) - Freitag (Shukravara) - Samstag (Shanivara) 4. **Jahreszeiten (Ritu)**: Das Jahr ist in sechs Jahreszeiten unterteilt: - Vasanta (Frühling) - Grishma (Sommer) - Varsha (Regenzeit) - Sharad (Herbst) - Hemanta (Vorsaison des Winters) - Shishira (Winter) 5. **Jahre (Samvatsara)**: Der Kalender hat einen 60-Jahres-Zyklus, wobei jedes Jahr einen eigenen Namen hat. 6. **Feste und Feiertage**: Viele hinduistische Feste und Feiertage basieren auf den Mondphasen und den Positionen der Planeten. Bekannte Feste sind Diwali, Holi, Navaratri und Makar Sankranti. Der hinduistische Kalender ist komplex und variiert je nach Region und Tradition. Es gibt verschiedene Versionen des Kalenders, wie den Vikram Samvat und den Shaka Samvat, die in verschiedenen Teilen Indiens verwendet werden.

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