Gibt es ein Zitat eines Juristen oder Philosophen, das besagt, dass ungerechte Gesetze reformiert werden müssen?

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Ein häufig zitiertes, thematisch passendes Zitat stammt von Gustav Radbruch, einem bedeutenden deutschen Rechtsphilosophen. Er formulierte 1946 in seinem berühmten Aufsatz „Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht“: > „Wo aber die Gleichheit, die Gerechtigkeit, bewusst verleugnet wird, da ist das Gesetz nicht etwa nur ‚unrichtig‘, vielmehr entbehrt es überhaupt der Rechtsnatur.“ Radbruch betonte, dass Gesetze, die offensichtlich ungerecht sind, nicht als Recht anerkannt werden dürfen und daher reformiert oder beseitigt werden müssen. Auch Immanuel Kant äußerte sich zur Notwendigkeit gerechter Gesetze: > „Alle Gesetze müssen so beschaffen sein, dass sie jederzeit auch als allgemeine Gesetze gelten könnten.“ > (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten) Das bedeutet, dass ungerechte Gesetze, die diesem Anspruch nicht genügen, reformiert werden sollten. Ein weiteres passendes Zitat stammt von Aristoteles: > „Das Gesetz ist immer ein allgemeiner Spruch; aber in vielen Fällen ist es unmöglich, allgemein richtig zu sprechen.“ > (Aristoteles, Nikomachische Ethik) Daraus leiten viele Rechtsphilosophen ab, dass Gesetze, die sich als ungerecht oder unpassend erweisen, reformiert werden müssen. Eine prägnante Zusammenfassung liefert auch der französische Philosoph Montesquieu: > „Ungerechte Gesetze sind keine Gesetze.“ > (Montesquieu, Vom Geist der Gesetze) Diese Zitate drücken aus, dass ungerechte Gesetze nicht bestehen bleiben dürfen und einer Reform bedürfen.

Kategorie: Recht Tags: Zitat Gesetze Reform

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