Was ist ein Motivirrtum?

Antwort vom

Ein Motivirrtum liegt vor, wenn jemand bei einem Vertragsschluss von falschen Beweggründen oder Motiven ausgeht, die jedoch nicht Teil des Vertragsinhalts sind. Das bedeutet, dass die Person einen Vertrag abschließt, weil sie von bestimmten Umständen oder Absichten überzeugt ist, die sich später als falsch herausstellen. Der Irrtum betrifft also nicht den Vertragsinhalt selbst, sondern die Gründe, die zur Entscheidung geführt haben. In der Regel führt ein Motivirrtum nicht zur Anfechtbarkeit des Vertrags.

Kategorie: Recht Tags: Motivirrtum Recht Irrtum

Verwandte Fragen

Was bedeutet „ambulans solvitur“?

Wahrscheinlich meinst du solvitur ambulando, nicht „ambulans solvitur“. Die feste lateinische Wendung bedeutet: „Es löst sich durchs Gehen“ bzw. sinngemäß &bdqu...

Wer muss den Zugang beweisen?

Den Zugang beweisen muss grundsätzlich derjenige, der sich auf den Zugang beruft – also meist der Absender. Ohne nachweisbaren Zugang kannst du aus einem Schreiben oft keine Rechte ableiten...

Welche rechtlichen Würden gibt es?

„Rechtliche Würde“ ist kein eigener fester Rechtsbegriff; gemeint ist fast immer die Menschenwürde. In Deutschland steht sie in Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz und gilt für jeden...

Was ist das Ausübungsrecht auf Bermuda?

Ein Bermuda-Ausübungsrecht bedeutet: Du darfst die Option nicht jederzeit und nicht nur am Ende ausüben, sondern nur an vorher festgelegten Terminen während der Laufzeit. Das ist die Mi...