Was besagt die IKEA-Klausel?

Antwort

Die sogenannte "IKEA-Klausel" ist ein Begriff aus dem deutschen Mietrecht, der sich auf die Verpflichtung des Mieters bezieht, bei Auszug aus einer Mietwohnung bestimmte Schönheitsreparaturen durchzuführen. Diese Klausel ist nach dem Möbelhersteller IKEA benannt, weil sie oft in Mietverträgen verwendet wird, um sicherzustellen, dass die Wohnung in einem ordentlichen Zustand hinterlassen wird, ähnlich wie die Möbel von IKEA in einem bestimmten Zustand zurückgegeben werden müssen. Die Klausel besagt typischerweise, dass der Mieter bei Auszug die Wohnung in einem renovierten Zustand übergeben muss, was das Streichen von Wänden und Decken, das Lackieren von Heizkörpern und Türen sowie das Entfernen von Tapeten umfassen kann. Allerdings hat der Bundesgerichtshof (BGH) in mehreren Urteilen entschieden, dass solche Klauseln unwirksam sein können, wenn sie den Mieter unangemessen benachteiligen, beispielsweise wenn sie starre Fristen für Renovierungen vorsehen oder den Mieter verpflichten, unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Wohnung zu renovieren. Es ist daher wichtig, die genaue Formulierung der Klausel im Mietvertrag zu prüfen und im Zweifelsfall rechtlichen Rat einzuholen.

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