Muss vor einer Unterbringung nach BGB immer eine richterliche Anhörung erfolgen?

Antwort vom

Nein, nicht **stets** – aber **grundsätzlich ja**: Vor einer Unterbringung, die eine Freiheitsentziehung darstellt (z. B. Unterbringung nach § 1831 BGB), ist in der Regel **vorher** eine **persönliche richterliche Anhörung** der betroffenen Person durchzuführen (FamFG, insbesondere § 319 FamFG). **Ausnahme:** In **Eilfällen** ist eine **vorläufige** Unterbringung/Anordnung auch **ohne vorherige Anhörung** möglich, wenn andernfalls eine erhebliche Gefahr droht. Die Anhörung muss dann **unverzüglich nachgeholt** werden (FamFG, insbesondere § 331 FamFG).

Verwandte Fragen

Kann ein Richter Gesetze in Deutschland nach eigenem Ermessen auslegen und was bedeutet Richterrecht?

Nein. Ein Richter darf in Deutschland Gesetze nicht einfach so auslegen, wie er es persönlich für richtig hält. Er ist an Gesetz und Recht gebunden; Spielraum hat er nur innerhalb anerk...