Das heißt: Die Leasingfirma will die offene Forderung von 48.000 Euro notfalls gerichtlich durchsetzen – und wenn sie damit Erfolg hat, drohen dir zusätzlich Gerichtskosten, Anwaltsko...
Was tun, wenn im Schuldnerverzeichnis als Eintragungsgrund § 882c Abs. 1 Nr. 2 ZPO (nicht Nr. 1) steht?
Antwort vomWenn im **Schuldnerverzeichnis** als Eintragungsgrund **§ 882c Abs. 1 Nr. 2 ZPO** (nicht Nr. 1) steht, bedeutet das typischerweise: **Der Schuldner hat die Vermögensauskunft nicht (ordnungsgemäß) abgegeben** – meist, weil er **zum Termin nicht erschienen ist** oder die Abgabe **verweigert** hat. Das ist ein „Nichtmitwirkungs“-Grund und kein „Zahlungsunfähigkeits“-Grund. Was du dann praktisch tust: 1) **Vollstreckungsakte prüfen (über den Gerichtsvollzieher / das Vollstreckungsportal)** - Ziel: Klären, **welcher konkrete Nichtmitwirkungsfall** vorlag (Nichterscheinen, Verweigerung, Abbruch) und **welche Maßnahmen** bereits versucht wurden. 2) **Haftbefehl nach § 802g ZPO veranlassen/weiterbetreiben (Erzwingung der Vermögensauskunft)** - Bei Nr. 2 ist das regelmäßig der nächste sinnvolle Schritt: Der Haftbefehl dient **nicht** der „Strafe“, sondern der **Erzwingung** der Vermögensauskunft. - Das kann den Schuldner oft zur Mitwirkung bewegen und liefert dir anschließend verwertbare Informationen (Konten, Arbeitgeber, Vermögen). 3) **Parallel „harte“ Vollstreckung prüfen (ohne Vermögensauskunft)** - Wenn du schon Ansatzpunkte hast: - **Kontopfändung** (Pfändungs- und Überweisungsbeschluss) - **Lohnpfändung** (Arbeitgeber) - **Sachpfändung** (GV) - Nr. 2 ist ein Hinweis, dass der Schuldner „ausweicht“ – das spricht eher für **konsequente Zwangsvollstreckung** statt Abwarten. 4) **Eintragungsdauer/Strategie** - Der Eintrag bleibt grundsätzlich **bis zu 3 Jahre** bestehen, kann aber **vorzeitig gelöscht** werden (z.B. bei vollständiger Befriedigung oder wenn der Eintragungsgrund wegfällt/zu Unrecht bestand). Für dich ist der Eintrag vor allem ein **Bonitäts- und Druckmittel**. 5) **Wenn du der Meinung bist, der Eintrag ist falsch** - Dann kommt ein **Antrag auf Berichtigung/Löschung** beim **zentralen Vollstreckungsgericht** in Betracht (mit Nachweisen). Das ist eher Ausnahme, aber wichtig, falls z.B. bereits gezahlt wurde oder Verfahrensfehler vorliegen. Rechtsgrundlage (ZPO): https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__882c.html