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Kein Geld für den Mieterschutzbund in Bremen – was tun?
Antwort vom**Wenn du in Bremen kein Geld für den Mieterschutzbund hast, ist der wichtigste Schritt: Nutze stattdessen die kostenlose öffentliche Rechtsberatung und warte bei Kündigung oder Räumungsdrohung nicht ab.** Der Mieterverein Bremen berät nur Mitglieder; der Beitrag liegt bei 70 Euro pro Jahr plus 15 Euro Aufnahmegebühr. ([mieterverein-bremen.de](https://www.mieterverein-bremen.de/service/unsere-leistungen)) ## Was du in Bremen stattdessen machen kannst In Bremen gibt es eine Besonderheit: Dort läuft Hilfe für Menschen mit wenig Geld nicht über den üblichen Beratungshilfeschein wie in vielen anderen Bundesländern, sondern über die **öffentliche Rechtsberatung**. Das Amtsgericht Bremen weist ausdrücklich darauf hin, dass kostenlose anwaltliche Rechtsberatung für Bremer Bürger mit geringem Einkommen zugänglich ist. ([amtsgericht.bremen.de](https://www.amtsgericht.bremen.de/service/rechtsberatung-1668)) Wenn dein Problem akut ist, ist das oft sogar der bessere erste Weg als ein Vereinsbeitritt, weil es direkt auf geringe Einkünfte zugeschnitten ist. Praktisch heißt das: Nicht erst Geld für eine Mitgliedschaft zusammensuchen, sondern sofort einen Termin für Rechtsberatung organisieren. ([amtsgericht.bremen.de](https://www.amtsgericht.bremen.de/service/rechtsberatung-1668)) ## Besonders wichtig bei Kündigung, Mieterhöhung oder Räumung Wenn dir schon gekündigt wurde, eine Räumungsklage läuft oder Mietschulden da sind, reicht reine Rechtsberatung oft nicht aus. Dann solltest du zusätzlich die **Zentrale Fachstelle Wohnen** einschalten. Diese Stelle hilft laut Bremen ausdrücklich bei Wohnungskündigungen und Räumungsklagen. ([amtfuersozialedienste.bremen.de](https://www.amtfuersozialedienste.bremen.de/erwachsene/zentrale-fachstelle-wohnen-11198)) Der entscheidende Unterschied ist: Der Mieterverein prüft vor allem mietrechtlich. Die Zentrale Fachstelle Wohnen kann zusätzlich helfen, eine Wohnung zu sichern, Obdachlosigkeit abzuwenden und weitere Unterstützung anzustoßen. Genau das fehlt in vielen Standardantworten. ([amtfuersozialedienste.bremen.de](https://www.amtfuersozialedienste.bremen.de/erwachsene/zentrale-fachstelle-wohnen-11198)) ## Konkrete Reihenfolge 1. **Unterlagen sammeln:** Mietvertrag, Schreiben vom Vermieter, Nebenkostenabrechnung, Mahnungen, Kündigung, Kontoauszüge, Einkommensnachweise. 2. **Kostenlose Rechtsberatung nutzen:** Das [Amtsgericht Bremen zur Rechtsberatung](https://www.amtsgericht.bremen.de/service/rechtsberatung-1668) erklärt, dass in Bremen die öffentliche Rechtsberatung die Beratungshilfe ersetzt. ([amtsgericht.bremen.de](https://www.amtsgericht.bremen.de/service/rechtsberatung-1668)) 3. **Bei Wohnungsverlust sofort soziale Hilfe einschalten:** Die [Zentrale Fachstelle Wohnen](https://www.amtfuersozialedienste.bremen.de/erwachsene/zentrale-fachstelle-wohnen-11198) ist zuständig, wenn Kündigung, Räumung oder drohende Obdachlosigkeit im Raum stehen. ([amtfuersozialedienste.bremen.de](https://www.amtfuersozialedienste.bremen.de/erwachsene/zentrale-fachstelle-wohnen-11198)) 4. **Allgemeine Sozialberatung nutzen**, wenn zusätzlich Schulden, Leistungsprobleme oder Behördenpost dazukommen. Auch kostenlose Sozialberatung gibt es in Bremen. ([soziales.bremen.de](https://www.soziales.bremen.de/integration/beratungsstellen-suche/allgemeine-sozialberatung-126558)) ## Was du nicht tun solltest Nicht einfach gar nicht reagieren. Bei einer Kündigung oder Klage wird das Problem durch Schweigen fast immer schlimmer. Nicht darauf hoffen, dass der Vermieter „schon nichts macht“. Gerade bei Zahlungsrückständen wird aus einem kleinen Problem schnell ein Räumungsverfahren. **Kurz gesagt: In Bremen musst du ohne Geld nicht schutzlos bleiben — statt Mieterschutzbund ist die kostenlose öffentliche Rechtsberatung plus bei Wohnungsgefahr die Zentrale Fachstelle Wohnen der richtige Weg.**
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