Ja – aber nur dann, wenn für diese Werbeeinblendungen überhaupt personenbezogene Daten verarbeitet werden und die Werbung als Direktwerbung einzuordnen ist. Dann ist Art. 21 DSGVO meis...
Umfasst der Innenausgleich (Regress) nach Art. 82 DSGVO auch Rechtsverteidigungskosten sowie Gerichts- und Anwaltskosten?
Antwort vomJa. In den Innenausgleich/Regress nach Art. 82 DSGVO können grundsätzlich auch Rechtsverteidigungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) fallen – **aber nur, soweit sie als ersatzfähiger Schaden bzw. als notwendige Folge der Inanspruchnahme** anzusehen sind und **nach dem anwendbaren nationalen Kostenrecht** nicht bereits anderweitig (z.B. über Kostenerstattung im Prozess) abschließend geregelt sind. Kernpunkte: - **Art. 82 DSGVO** regelt den **Außenanspruch** der betroffenen Person auf Schadensersatz; **Abs. 5** eröffnet den **Innenregress** zwischen gemeinsam Verantwortlichen/Auftragsverarbeitern „entsprechend ihrem Anteil an der Verantwortung“. - **Regressfähig** sind typischerweise alle Positionen, die der in Anspruch Genommene **zur Erfüllung/Abwehr** des Art.-82-Anspruchs **aufwenden musste**, also auch **notwendige** Verteidigungskosten. - **Grenzen**: Keine Erstattung für **unnötige**, **unverhältnismäßige** oder **selbstverschuldete** Kosten (z.B. erkennbar aussichtslose Verteidigung, Obliegenheitsverletzungen). Außerdem kann das **Prozesskostenrecht** (z.B. Kostengrundentscheidung/Kostenfestsetzung) Vorrang haben, sodass im Innenverhältnis nur das verbleibt, was nicht bereits darüber ausgeglichen wird. - In der Praxis wird häufig über **nationale Anspruchsgrundlagen** (Gesamtschuldnerausgleich/Schadensersatz im Innenverhältnis) in Verbindung mit Art. 82 Abs. 5 argumentiert; die **Zurechnung** richtet sich nach dem **Verursachungs-/Verschuldensanteil** (Art. 82 Abs. 2–3, Abs. 5). Kurz: **Gerichts- und Anwaltskosten können Teil des Regresses sein**, wenn sie **notwendig** waren und **nicht schon prozessual** (oder vertraglich) abschließend verteilt wurden.