Darf der Arbeitgeber Geld streichen nach Krankheit mit Krankmeldung?

Antwort vom

In Deutschland hat ein Arbeitnehmer, der krankgeschrieben ist und eine entsprechende Krankmeldung vorlegt, grundsätzlich Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen das Gehalt weiterzahlen muss. Wenn der Arbeitgeber dennoch Geld streicht, könnte dies rechtlich problematisch sein. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, die zu einer Kürzung oder Streichung des Gehalts führen können, wie z.B. bei unentschuldigtem Fehlen oder wenn der Arbeitnehmer gegen seine Mitwirkungspflichten verstößt. Es ist ratsam, sich in einem solchen Fall rechtlich beraten zu lassen, um die genauen Umstände und die rechtlichen Möglichkeiten zu klären.

Verwandte Fragen

Wie früh muss der Arbeitgeber bei einem befristeten Arbeitsvertrag mitteilen, ob er verlängert oder entfristet?

Es gibt in Deutschland grundsätzlich keine gesetzliche Frist, wie lange vorher dein Arbeitgeber dir sagen muss, ob ein befristeter Vertrag verlängert oder entfristet wird. Läuft die Bef...

Darf ein Arbeitgeber beim früheren Arbeitgeber über einen Bewerber Informationen einholen?

Ja, aber nicht grenzenlos: Den aktuellen Arbeitgeber darf ein neuer Arbeitgeber ohne deine Einwilligung grundsätzlich nicht kontaktieren; bei früheren Arbeitgebern ist eine Nachfrage eher zu...

Ab wann kann häufige Krankheit zur Kündigung führen?

Nein: Es gibt keine feste Grenze nach dem Motto „sechs Wochen krank pro Jahr = Kündigung erlaubt“. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist in Deutschland erst dann wirksam, wenn zu...

Darf ein Arbeitgeber Notizen über Mitarbeiter machen?

Ja, aber nur, wenn die Notizen für das Arbeitsverhältnis erforderlich, sachlich richtig und verhältnismäßig sind. Private „Schattenakten“, wertende Beobachtungen...