Was ist bei OCD im Gehirn gestört?

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Bei der Zwangsstörung (OCD, Obsessive-Compulsive Disorder) sind im Gehirn mehrere Bereiche und deren Verbindungen betroffen. Insbesondere zeigen Studien Veränderungen in der Aktivität und Struktur der folgenden Hirnregionen: 1. **Orbitofrontaler Kortex**: Dieser Bereich ist mit Entscheidfindung und der Bewertung von Risiken und Belohnungen verbunden. Bei Menschen mit OCD kann eine Überaktivität in diesem Bereich beobachtet werden. 2. **Körperlicher Kortex**: Dieser Bereich ist wichtig für die Verarbeitung von sensorischen Informationen und kann bei OCD-Patienten ebenfalls überaktiv sein. 3. **Basalganglien**: Diese Strukturen sind an der Kontrolle von Bewegungen und der Verarbeitung von Belohnungen beteiligt. Veränderungen in den Basalganglien können zu den repetitiven Verhaltensweisen führen, die bei OCD beobachtet werden. 4. **Thalamus**: Der Thalamus spielt eine Rolle bei der Informationsverarbeitung und -weiterleitung im Gehirn. Bei OCD kann eine Dysregulation in der Kommunikation zwischen dem Thalamus und anderen Hirnregionen auftreten. Zusammengefasst sind bei OCD Störungen in der Kommunikation und der Aktivität zwischen diesen Hirnregionen zu beobachten, was zu den typischen Symptomen wie Zwangsgedanken und -handlungen führt.

Kategorie: Psychologie Tags: OCD Gehirn Störung