Was sind die Prinzipien der operanten Konditionierung?

Antwort

Die operante Konditionierung ist ein Lernprozess, bei dem das Verhalten durch Verstärkungen oder Bestrafungen beeinflusst wird. Hier sind die grundlegenden Prinzipien: 1. **Verstärkung**: Ein Prozess, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Verhalten wiederholt wird. - **Positive Verstärkung**: Hinzufügen eines angenehmen Reizes nach einem Verhalten (z.B. Lob, Belohnungen). - **Negative Verstärkung**: Entfernen eines unangenehmen Reizes nach einem Verhalten (z.B. das Abschalten eines lauten Alarms, wenn eine Aufgabe erledigt wird). 2. **Bestrafung**: Ein Prozess, der die Wahrscheinlichkeit verringert, dass ein Verhalten wiederholt wird. - **Positive Bestrafung**: Hinzufügen eines unangenehmen Reizes nach einem Verhalten (z.B. eine Strafarbeit). - **Negative Bestrafung**: Entfernen eines angenehmen Reizes nach einem Verhalten (z.B. Entzug von Privilegien). 3. **Löschung (Extinktion)**: Das allmähliche Verschwinden eines erlernten Verhaltens, wenn es nicht mehr verstärkt wird. 4. **Diskriminative Reize**: Signale oder Hinweise, die anzeigen, dass eine bestimmte Reaktion zu einer Verstärkung oder Bestrafung führen wird. 5. **Verstärkungspläne**: Regeln, die festlegen, wie und wann Verstärkungen gegeben werden. - **Kontinuierliche Verstärkung**: Jedes Mal, wenn das gewünschte Verhalten auftritt, wird es verstärkt. - **Intermittierende Verstärkung**: Das Verhalten wird nur gelegentlich verstärkt, was in verschiedene Muster unterteilt werden kann (z.B. feste oder variable Quoten, feste oder variable Intervalle). Diese Prinzipien wurden hauptsächlich durch die Arbeit von B.F. Skinner entwickelt und sind zentral für das Verständnis, wie Verhalten durch Konsequenzen geformt und aufrechterhalten wird.

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