Ja, im März 2022 haben Russland und die Ukraine tatsächlich Friedensverhandlungen geführt. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 trafen sich Dele... [mehr]
Der Ukraine-Konflikt ist ein komplexer geopolitischer Konflikt, dessen friedliche Lösung bis heute aus mehreren Gründen nicht erreicht wurde. Dabei spielen sowohl westliche als auch nicht-westliche Sichtweisen eine Rolle. **1. Gegensätzliche Interessen und Sicherheitsbedenken:** Die Ukraine strebt nach Souveränität und engerer Anbindung an den Westen (EU, NATO), während Russland dies als Bedrohung seiner eigenen Sicherheit und seines Einflussbereichs sieht. Russland betrachtet die NATO-Osterweiterung als direkte Gefahr und beansprucht eine Einflusssphäre in der ehemaligen Sowjetunion. Diese gegensätzlichen Interessen erschweren Kompromisse. **2. Fehlendes Vertrauen:** Nach der Annexion der Krim 2014 und dem Krieg im Donbass ist das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien stark beschädigt. Vereinbarungen wie die Minsker Abkommen wurden von beiden Seiten als unzureichend umgesetzt oder unterlaufen. **3. Internationale Einmischung und Blockaden:** Der Westen (USA, EU) unterstützt die Ukraine politisch, wirtschaftlich und militärisch, während Russland die Separatisten in der Ostukraine und seit 2022 direkt militärisch eingreift. Sanktionen und Gegensanktionen verschärfen die Fronten. Friedensverhandlungen werden oft durch externe Interessen beeinflusst. **4. Nicht-westliche Sichtweise:** Viele Länder des sogenannten "globalen Südens" (z.B. China, Indien, Brasilien, afrikanische Staaten) sehen den Konflikt weniger als Kampf zwischen Demokratie und Autokratie, sondern als geopolitischen Machtkampf. Sie kritisieren oft die Doppelmoral des Westens, der in anderen Regionen (z.B. Irak, Libyen) selbst militärisch interveniert hat. Viele dieser Staaten fordern eine multipolare Weltordnung und lehnen Sanktionen gegen Russland ab, weil sie eigene wirtschaftliche oder politische Interessen verfolgen. **5. Unvereinbare Maximalforderungen:** Russland fordert Sicherheitsgarantien und die Anerkennung annektierter Gebiete, was die Ukraine ablehnt. Die Ukraine besteht auf vollständiger territorialer Integrität und dem Abzug russischer Truppen. Solange beide Seiten an diesen Maximalforderungen festhalten, bleibt ein Kompromiss schwierig. **6. Kriegsdynamik und innenpolitische Faktoren:** Solange militärische Erfolge möglich erscheinen, sind beide Seiten wenig kompromissbereit. Zudem spielen innenpolitische Erwägungen (z.B. Nationalismus, Machterhalt) eine große Rolle. **Fazit:** Die fehlende friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt ist das Ergebnis tiefer geopolitischer Gegensätze, fehlenden Vertrauens, externer Einflüsse und unvereinbarer Forderungen. Die nicht-westliche Sicht betont dabei oft die Rolle des Westens und fordert eine ausgewogenere, multipolare Weltordnung, was die Suche nach einer Lösung zusätzlich erschwert.
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Im Jahr 2021 kontrollierte Russland – ohne die Krim – etwa 7.000 Quadratkilometer ukrainisches Staatsgebiet. Dabei handelt es sich um die von prorussischen Separatisten gehaltenen Teile de... [mehr]
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Ob es angemessen ist, wegen der Annexion von etwa 7 % der ukrainischen Staatsfläche durch Russland einen großen Krieg zu beginnen, ist eine komplexe ethische, politische und völkerrech... [mehr]