Wie verändert sich die Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute auf der Erde im Zwillingsparadoxon bei 0,95c im Raumschiff?
Antwort vomIm Zwillingsparadoxon der speziellen Relativitätstheorie reist ein Zwilling mit hoher Geschwindigkeit (hier: 0,95c) im Raumschiff, während der andere auf der Erde bleibt. Aufgrund der Zeitdilatation vergeht für den reisenden Zwilling die Zeit langsamer als für den auf der Erde. **Herzfrequenz auf der Erde:** 75 Schläge pro Minute (in Erdenzeit gemessen). **Herzfrequenz im Raumschiff:** Für den reisenden Zwilling selbst bleibt die Herzfrequenz bei 75 Schlägen pro Minute, weil seine biologische Zeit für ihn normal vergeht. **Aus Sicht des Zwillings auf der Erde:** Die Zeit im Raumschiff vergeht langsamer. Die Herzfrequenz des reisenden Zwillings erscheint daher niedriger. **Berechnung der Zeitdilatation:** Der Zeitdilatationsfaktor (Lorentz-Faktor) ist: \[ \gamma = \frac{1}{\sqrt{1 - v^2/c^2}} \] Bei \( v = 0,95c \): \[ \gamma = \frac{1}{\sqrt{1 - (0,95)^2}} = \frac{1}{\sqrt{1 - 0,9025}} = \frac{1}{\sqrt{0,0975}} \approx 3,202 \] **Herzfrequenz aus Sicht der Erde:** \[ f' = \frac{f}{\gamma} = \frac{75}{3,202} \approx 23,4 \text{ Schläge pro Minute} \] **Zusammenfassung:** - **Im Raumschiff (Eigenzeit):** 75 Schläge pro Minute - **Von der Erde aus beobachtet:** ca. 23,4 Schläge pro Minute Das bedeutet: Für den reisenden Zwilling bleibt alles normal, aber für den auf der Erde sieht es so aus, als würde das Herz des Reisenden viel langsamer schlagen.