Schließen sich Marxismus und Pazifismus aus?

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Nein. Marxismus und Pazifismus **müssen** sich nicht ausschließen, stehen aber oft in Spannung. - **Pazifismus** lehnt Gewalt grundsätzlich oder weitgehend ab. - **Marxismus** ist vor allem eine Gesellschafts- und Kapitalismuskritik; in vielen historischen marxistischen Strömungen gilt Gewalt jedoch als unter Umständen legitimes Mittel im Klassenkampf oder in der Revolution. Darum gilt: 1. **Strenger Pazifismus und revolutionärer Marxismus** passen meist schlecht zusammen. Wer jede Gewalt ablehnt, widerspricht klassischen marxistisch-leninistischen Vorstellungen von revolutionärem Umsturz. 2. **Marxismus und gewaltkritische oder friedensorientierte Politik** können aber sehr wohl zusammengehen. Es gibt marxistische oder sozialistische Positionen, die auf demokratische, reformistische oder zivile Wege setzen. 3. **Historisch** gab es beides: - marxistische Bewegungen mit klarer Bereitschaft zur Gewalt - marxistisch inspirierte Denker und Gruppen mit starkem Antimilitarismus Kurz: **Sie schließen sich nicht automatisch aus, aber ein konsequenter Pazifismus ist mit vielen klassischen marxistischen Revolutionsvorstellungen schwer vereinbar.**

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