Was ist die Ausbeutung nach Karl Marx?

Antwort

Die Ausbeutung nach Karl Marx bezieht sich auf das Konzept, dass Arbeiter in einem kapitalistischen System nicht den vollen Wert ihrer Arbeit erhalten. Marx argumentiert, dass der Wert einer Ware durch die Arbeitszeit bestimmt wird, die zu ihrer Produktion notwendig ist. In einem kapitalistischen System wird jedoch ein Teil dieses Wertes, den er als "Mehrwert" bezeichnet, vom Kapitalisten einbehalten. Der Mehrwert entsteht, weil die Arbeiter mehr Wert produzieren, als sie in Form von Löhnen zurückerhalten. Dieser Unterschied zwischen dem Wert, den die Arbeiter schaffen, und dem Lohn, den sie erhalten, wird von den Kapitalisten als Profit einbehalten. Marx sieht dies als Ausbeutung, weil die Arbeiter nicht den vollen Gegenwert ihrer Arbeit erhalten, sondern einen Teil davon an die Kapitalisten abgeben müssen. Marx' Theorie der Ausbeutung ist ein zentrales Element seiner Kritik am Kapitalismus und bildet die Grundlage für seine Argumentation, dass das kapitalistische System ungerecht ist und letztlich zu sozialen Ungleichheiten führt.

Neue Frage stellen

Verwandte Fragen

Was dachte Nietzsche über Marx und Lenin über Nietzsche?

Friedrich Nietzsche (1844–1900) und Karl Marx (1818–1883) waren Zeitgenossen, haben sich aber nie persönlich getroffen oder direkt aufeinander bezogen. Nietzsche hat Marx’ Werke... [mehr]

Geht die Konnotation von Ideologie als dogmatisches Denken auf Marx zurück?

Die Konnotation des Begriffs „Ideologie“ als dogmatisches, verzerrtes oder falsches Denken geht tatsächlich maßgeblich auf Karl Marx und Friedrich Engels zurück, auch wenn... [mehr]