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Welche zwei Schlechtigkeiten stehen nach Aristoteles der Tugend der Autonomie als goldenem Mittelweg gegenüber?
Antwort vomNach Aristoteles liegt Tugend meist zwischen zwei Fehlformen: einem **Zuviel** und einem **Zuwenig**. Wenn man **Autonomie / Selbstbestimmtheit** als den mittleren tugendhaften Zustand deutet, dann wären die zwei Schlechtigkeiten sinngemäß: 1. **Zu wenig Autonomie** = **Unselbständigkeit**, Fremdbestimmtheit, Willensschwäche, Abhängigkeit 2. **Zu viel Autonomie** = **Maßlose Selbstgenügsamkeit**, Rücksichtslosigkeit, Eigenwilligkeit bis zur Selbstüberhebung Wichtig ist aber: **„Autonomie“ ist kein aristotelischer Standardbegriff der Tugendlehre**. Aristoteles spricht eher von konkreten Tugenden wie **Besonnenheit**, **Tapferkeit**, **Großzügigkeit** oder **Sanftmut**. Deshalb kann man hier keine ganz feste aristotelische Begriffspaarung angeben, sondern nur eine **analoge Anwendung** seines Mesotes-Prinzips. Kurz: - **Mangel:** Unselbständigkeit / Fremdbestimmung - **Mitte:** vernünftige Selbstbestimmung - **Übermaß:** Eigenmächtigkeit / Selbstüberhebung
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