Wie entsteht rheumatische Endokarditis?

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Eine rheumatische Endokarditis entsteht als Folge einer rheumatischen Fiebererkrankung, die nach einer Infektion mit bestimmten Streptokokken-Bakterien, insbesondere Streptococcus pyogenes, auftritt. Der Prozess verläuft in mehreren Schritten: 1. **Streptokokken-Infektion**: Zunächst kommt es zu einer Halsentzündung (Pharyngitis) durch Streptokokken. Wenn diese Infektion nicht ausreichend behandelt wird, kann sie zu rheumatischem Fieber führen. 2. **Immunreaktion**: Der Körper reagiert auf die Streptokokken-Infektion mit einer Immunantwort. Dabei können Antikörper gebildet werden, die fälschlicherweise auch körpereigenes Gewebe angreifen, insbesondere das Herzgewebe. 3. **Entzündung des Herzens**: Diese Autoimmunreaktion führt zu einer Entzündung der Herzklappen und des Herzgewebes, was als rheumatische Endokarditis bezeichnet wird. Die Entzündung kann zu Schäden an den Herzklappen führen, was langfristig zu Herzinsuffizienz oder anderen Komplikationen führen kann. 4. **Folgen**: Die rheumatische Endokarditis kann zu einer Verdickung, Versteifung oder sogar zu einer Zerstörung der Herzklappen führen, was die normale Herzfunktion beeinträchtigt. Eine frühzeitige Behandlung der Streptokokken-Infektion mit Antibiotika kann das Risiko für rheumatisches Fieber und damit auch für rheumatische Endokarditis erheblich reduzieren.

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